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28.11.2011, 16:27 Uhr | Einbecker Morgenpost, Kondziella
CDU geht gestärkt in die kommunalpolitische Arbeit
Mitgliederversammlung des Stadtverbandes Dassel / Joachim Stünkel als Vorsitzender wiedergewählt / Mitglieder ausgezeichnet
Mit klarer Mehrheit haben die Mitglieder des
CDU-Stadtverbandes Dassel den Vorsitzenden Joachim
Stünkel in seinem Amt bestätigt. Die
Jahreshauptversammlung bot Gelegenheit zur
politischen Rückschau und zum Ausblick, aber
auch Neuwahlen standen auf der Tagesordnung.
Dassel (ek).
Vorstandswahlen und Ehrungen standen bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Dassel auf der Tagesordnung. Vorsitzender Joachim Stünkel (Vierter von links) wurde dabei im Amt bestätigt. Foto: Kondziella
Auf die Bundespolitik ging der Vorsitzende
Joachim Stünkel zunächst ein. Die Lage
sei hochpolitisch, die Themen häuften sich, beispielsweise
die Energiewende. Sie sei folgerichtig
gewesen. Entsprechend seien erneuerbare Energien
auf dem Vormarsch. Volkswirtschaftlich brisant
sei die Euro-Krise, eine gefährliche Situation
für die Wirtschaft. Ursache dafür sei die
Aufweichung der Stabilitätskriterien bei der Aufnahme
Griechenlands, befürwortet durch den
damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er
hoffe, so Stünkel, dass Bundeskanzlerin Angela
Merkel die Situation jetzt noch richten könne.
Sie stecke enorme Energie in die Lösung der
Probleme.
Bei der letzten Mitgliederversammlung,
erinnerte Stünkel, habe man Gero Geißlreiter als
CDU-Landratskandidaten präsentiert. Im Dezember
habe der Kreistag aber gegen die CDUStimmen
beschlossen, dass keine Landratswahl
stattfinden solle und Landrat Wickmann, ohne
Legitimation durch den Wähler, zwei weitere
Jahre im Amt bleibe. Die SPD, so Stünkel, habe
damit ihre Personalprobleme regeln können.
Das Fusionsgutachten sei nicht, wie versprochen,
vor der Kommunalwahl veröffentlicht worden,
sondern erst danach. Es sehe eine Fusion in zwei
Schritten vor: zunächst Northeim und Osterode,
anschließend den Zusammenschluss mit Göttingen.
Das werde, sagte Stünkel voraus, scheitern,
die Bevölkerung werde nicht mitmachen. Außerdem
seien die angestrebten Synergieeffekte einer
Region fraglich. Für den Nordbereich, also für
Dassel, gebe es bei einer Region kaum die Chance,
sich zu entwickeln. Eine Fusion, bilanzierte
Stünkel, dürfe es nicht um jeden Preis geben.
Für Dassel gebe es finanziell über den Zukunftsvertrag
eine neue Chance. 3,9 Millionen
Euro würden an Entschuldungshilfe gezahlt, und
es gebe 420.000 Euro jährlich an Bedarfszuweisungen.
Für die Bürger bedeute das, dass Steuern
und Gebühren steigen würden und dass es auch
Kürzungen geben müsse. Das alles sei notwendig,
wenn man die Stadt zukunftsfähig machen
wolle. Andernfalls werde man 2013 zwangsfusioniert.

Die CDU, fuhr der Vorsitzende fort, habe sich
angesichts der Haushaltslage sehr um eine Verbesserung
der Situation bemüht. Angesichts der
angesagten Haushaltsdisziplin seien Ausgaben
von 750.000 Euro für eine »Kulturscheune« in
Hilwartshausen aber Beweis dafür, dass die
Zeichen der Zeit nicht verstanden wurden. Bei
steigenden Leerständen binde man sich ein
solches Projekt ans Bein. Die CDU werde weiter
dagegen vorgehen.
Die Kommunalwahl, urteilte Stünkel rückblikkend,
sei ein Erfolg gewesen, die CDU konnte
zulegen. Sie sei imDasseler Stadtratmit der SPD
gleichauf: Beide Fraktionen hätten zehn Sitze.
Ohne die CDUwerde imRat nichtsmehr gehen.
Auch die Stärkung der Ortsräte habe man sich als
Ziel gesetzt. Erfreulich sei, dass die Dasseler
CDU mit vier Mandaten im Kreistag vertreten
sei. Die Partei, lobte Stünkel, habe eindeutig
zum Erfolg beigetragen.
Von 150Mitgliedern berichtete die kommissarische
Schatzmeisterin Petra Kersten. Gegen die
Kassenführung gab es keine Einwände, der Vorstand
wurde einstimmig entlastet.
Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, langjährigeMitglieder
auszuzeichnen. Für 25-jährige
Treue zur CDU wurde Gerhard Ritter aus
Lüthorst gewürdigt. Er wurde außerdem als
langjähriges Ortsratsmitglied, Ortsbürgermeister
und Ratsmitglied geehrt. Permanent, so der
Vorsitzende, habe er sich eingesetzt und Dinge
erfolgreich auf denWeg gebracht. Für 40-jährige
CDU-Mitgliedschaft wurde Manfred Lerch aus
Dassel geehrt. Knapp zehn Jahre war Eckhard
Garbe im Rat, er hat zudem in den vergangenen
Jahren die Kasse des Stadtverbandes geführt.
Auch dafür gab es ein Dankeschön. Nach zehnjähriger
Tätigkeit als Ortsbürgermeisterin wurde
Elke Krückeberg verabschiedet. Sie habe Schönheit
und Kultur in die Kernstadt gebracht, sagte
Stünkel. Ebenfalls Abschied nahm Karl-August
Bartels. Das »politische Urgestein aus Sievershausen
« habe im Ortsrat, als Ortsbürgermeister,
als Rats- und Kreistagsmitglied hohe Durchsetzungskraft
gezeigt. Er sei hartnäckig gewesen,
seine Arbeit habe Früchte getragen.
Fast einstimmig wurde der Vorsitzende Joachim
Stünkel bei den Wahlen in seinem Amt
bestätigt. Er steht bereits seit 22 Jahren an der
Spitze des CDU-Stadtverbandes Dassel. Zu
neuen Stellvertretern wurden Tatjana Melching
und Petra Kersten gewählt. Schriftführerin
bleibt Mechthild Falke. Das Amt der Schatzmeisterin
übernimmt ebenfalls Petra Kersten. Zu
Beisitzern wurden Ludolf von Dassel, August
Dehne, Ilse-Marie Fricke, Irene Greve, Klaus-
Dieter Golze, Günther Kelter, Susanne Kreykenbaum,
August Reiners, Alexandra Trentz,
Martina Jordan, Hartmut Demann, Karl-August
Bartels und Simon-Martin Schröder gewählt.
Die Kasse prüfen Manfred Krone und Siegfried
Stoppelhaar; Brigitte Schaper und Jobst Volger
sind Ersatzprüfer. Als Delegierte für den Kreisparteitag
in Schoningen am 11. November wurden
Tatjana Melching, Manuela Kempkes, Dr.
Rainer Kersten, Petra Kersten, Otto Heinemeyer,
Siegfried Stoppelhaar, Karl-August Bartels,
Manfred Rose, Günther Kelter, Ilse-Marie
Fricke, Ludolf von Dassel, Albert Stünkel,
August Reiners, Klaus-Dieter Golze, Heinrich
Ziegeler und Lutz Henne-Wellner gewählt. Ersatzdelegierte
sind Hermann Kreykenbohm,
Susanne Ebbighausen, Martina Jordan, Nicole
Reitemeyer, Irene Greve, Mechthild Falke, August
Dehne, Jochen Runge, Heike Wedekind,
Karl Düttchen, Horst Dictus, Alexandra Trentz,
Elisabeth Mörlins, Susanne Kreykenbohm,
Wolfgang Henniges und Susanne Lampe. Einstimmig
wurde zudem beschlossen, dass Joachim
Stünkel und Petra Kersten beim Kreisparteitag
für Vorstandsämter kandidieren sollen – Stünkel
will erneut Kreisvorsitzender werden.
In diesem Jahr ist noch eine Landtagsfahrt mit
dem Besuch des Weihnachtsmarktes in Hannover
vorgesehen. Zum Neujahrsempfang am
12. Januar wird Landwirtschaftsminister Lindemann
in Dassel erwartet. Schließlich stimmte
Stünkel die Mitglieder ein, auf dem guten Wahlergebnis
aufzubauen: 2013 seien zwei entscheidendeWahlen
zumLandtag und zumBundestag,
da sei erneut aktive Mitarbeit gefragt: »Ich setze
auf Sie.